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Heute mal was anderes…

Ihr kennt das sicher. Ihr sitzt morgens 8:15 Uhr in einer Vorlesung. Idealerweise in einer Didaktik Vorlesung. Der/die Dozent/in vor euch hämmert euch ein, dass ihr in der Schule möglichst wenig Frontalunterricht praktizieren sollt. Ihr seid schon im Begriff einzuschlafen, da überkommt euch ein komisches Gefühl. Irgendwas stimmt nicht. Hat er/sie gerade gesagt “möglichst kein Frontalunterricht”? Was mach er/sie gerade? Er/sie müsste eigentlich wissen, dass 1,5h Vortrag (auch noch um diese, für Studenten schwierige Uhrzeit) an den Studenten vorbeirauscht.

Glaubt man einem Artikel der Badischen Zeitung, gehören Vorträge wie dieser bald der Vergangenheit an. Die Hochschuldidaktik gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ich wusste bis dahin überhaupt nicht, dass es sowas gibt. Erstaunlicherweise gibt es die Hochschuldidaktik sogar schon ziemlich lange und erlebte bereits in den 1960er Jahren eine Blütezeit. Allerdings scheint diese “Blütezeit” an einigen Dozenten/innen spurlos vorbei gegangen zu sein. Wie auch immer, hoffen wir, dass die Hochschuldidaktik eine Renaissance erlebt und die Badische Zeitung Recht behält. Wen diese Thema interessiert, hier ein paar Links:

Wikipedia: Hochschuldidaktik

Für den interessierten Dozenten

Für Studenten die gute Dozenten werden wollen

Etwas vom Bildungsserver

Inhalte in Schulblogs…

Heute möchte ich mich ein wenig mit den Inhalten von Schulblogs beschäftigen. Kathring hat mich im Artikel Blog in der Schule??? darauf hingewiesen, dass sie einen Schulblog gesehen hat, der Vertretungspläne postet. Meiner Meinung nach ist das datenrechtlich zumindest fragwürdig. Eine x-beliebige Person kann dann nachvollziehen wer wie oft krank war. Somit sind Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand möglich (was z.B. Krankenkassen interessiert). Wenn man sowas in einen Blog schreibt, dann sollte man ihn durch ein Passwort sichern. Was meint ihr dazu? Gibt es andere Themen die nicht in einen Schulblog gehören?

Moodle vs. Blog…

Ich wurde darauf hingewiesen, dass für Terminplanung etc. sich ein E-Learning System wie Moodle besser eignet als ein Blog. Das stimmt. Aber ich weiß nicht ob man so einfach einen (kostenlosen) Zugang zu Moodle bekommt. Vielleicht weiß das ja jemand von euch. Des Weiteren ist Moodle in der Bedienung komplexer. Eine Lehrkraft die sowieso schon Probleme mit dem Computer hat, wird sicherlich vor einem Programm wie Moodle die Finger lassen. Außerdem muss bei E-Learning Plattformen die ganze Schule mitziehen. Das kann ein Vorteil und ein Nachteil sein. Lässt sich das Kollegium darauf ein, so haben die Schülerinnen und Schüler eine Internetadresse an der alle Kurse zu finden sind. Ist das Kollegium eher rückwärts gewand, dann kann man mit einem Blog relativ unkompliziert seine Schülerschaft erreichen.

Über die Inhalte, die in einem schulischen Blog veröffentlicht werden bzw. ob so ein Blog überhaupt öffentlich sein sollte, sollten wir uns auch mal Gedanken machen. Ich würde mich über ein paar Anregungen freuen ;-) .

Blog in der Schule???

Nach einer kleinen künstlerischen Pause (sorry, aber gestern war das Wetter einfach zu schön) bin ich wieder da. Heute befasse ich mich damit, wie man Blogs in der Schule einsetzen kann. Eine Möglichkeit ist, dass man ein Blog wie ein Notizzettel und Terminkalender verwendet. Aufgaben, Links, zusätzliche Texte, Animationen, Freeware-Programme… können von den Schülerinnen und Schülern bequem via Internet abgerufen werden. Man kann auch man mal noch abends um 9 Uhr Hausaufgaben abrufen (um sie morgens dann abzuschreiben ;-) ). Problematisch sehe ich hier nur die Informationsflut. Man kann das auch bei einigen Dozenten an der PH merken. Es wird so viel Material ins Netz gestellt, dass es kaum zu bewältigen ist (gilt jetzt nich für Web 2.0 ;-) ). Eine weitere Möglichkeit ist die virtuelle Schule (Siehe Realschulblog). Hier kann jeder sich gemäß seiner Klassenstufe, Informationen und Aufgaben herunterladen und bearbeiten. Ein sehr interessanter Ansatz. Blogs die von Schülern verwaltet werden, scheinen nicht so gut zu funktionieren. Die Blogs die ich besucht habe, sind mehr oder weniger verwaist. Vielleicht findet ihr ja noch welche.

Ein Film sagt mehr als tausend Worte…

Mir wurde ein Link zu YouTube zugespielt, der genau unsere Problematik thematisiert. Schaut ihn euch mal an. Lohnt sich wirklich.

YouTube

Heute vor 75 Jahren…

…wurden in Berlin auf dem Theaterplatz die “Aktion wider den deutschen Geist” durchgeführt. Den meisten ist dieses Ereignis wohl als Bücherverbrennung bekannt. Die Nazis hatten Angst, dass ihnen die Bücher schaden könnten. Also war die Verbrennung zum Machterhalt gedacht. Diese Methode war eigentlich schon damals total veraltet. Aldous Huxley schrieb in seinem 1932 erschienen Roman “Brave new world”, dass man Bücher nicht mehr verbieten muss, da sie sowieso keiner mehr liest. Es müssen auch keine Informationen mehr zurückgehalten werden. Mann muss die Bevölkerung einfach nur mit Informationen überschütten, dann weiß keiner mehr, was wichtig ist. Die Parallelität zum Internet ist eigentlich erschreckend. Diese Massen an Informationen kann keiner bewältigen. Folglich wird es schwer, die wichtigen Informationen zu Filtern. Wie wird das in der Zukunft aussehen?

Nun noch eine kleine Anekdote zur Bücherverbrennung. In meinem Heimatort Freiburg i. Breisgau fand keine zentrale Bücherverbrennung statt. Aus unerfindlichen Gründen wurden am 10. Mai 1933 dort keine Bücher “dem Feuer übergeben”. Es war zwar eine spätere Verbrennung vorgesehen, doch diese konnte nicht stattfinden, da es den ganzen Tag wie aus Kübeln goss. (Quelle: Badische Zeitung vom 10. Mai 2008 )

Vermutungen scheinen sich zu bestätigen,…

… denn das, was wir in der letzten Zeit diskutiert haben wird durch eine Studie von RapideShare und PC Welt untermauert. Das Verhalten von Menschen ist offline anders als online. Man ist kontaktfreudiger aber auch oberflächlicher.

Mysteriös ist nur, dass ich weder auf der Seite von RapideShare noch auf der von PC Welt etwas über diese Studie gefunden habe. Lediglich ein Artikel von web.de erwähnt sie. Vielleicht habe ich mich ja auch einfach nur zu blöd angestellt. Ihr könnt ja mal auf die suche gehen. Viele Augen sehen mehr als nur 2. Falls ihr den Artikel lesen wollt, dann folgt diesem Link: web.de

Schöne neue virtuelle Welt…

so lautet der Leitartikel der aktuellen GEW Zeitschrift. Es scheint so, dass das Thema Medien nicht nur von uns bearbeitet wird ;-)

Über neun Seiten beschreiben verschiedenen Autoren Probleme und Chancen der virtuellen Welt. Ein besonders interessanter Aspekt finde ich, dass Lehrerinnen und Lehrer anscheinend länger brauchen um sich in einem neuen Programm zurecht zu finden, als die Jugendlichen. Der Grund ist, dass die Lehrerkräfte immer genau wissen wollen was sie machen müssen. Die Schülerinnen und Schüler probieren es einfach aus.

Außerdem befasst sich ein Artikel mit dem “Copy-Paste-Syndrom”. In dem Interview mit dem Medienwissenschaftler Stefan Weber wird genau das beschrieben, was wir im Artikel Internet und Schule diskutiert haben. Weber plädiert angesichts der Problematik des Plagiarismus dafür, dass in Schulen wieder alte Kulturtechniken, wie Recherchen in normalen Bibliotheken, erlernt werden. Seiner Meinung nach wird das gesamte Web 2.0 Gedöns vollkommen überbewertet. Was meint ihr?

Hier noch ein paar interessante Links zum Thema Medien in der Schule:

Studie “Jugend und Medien”

Medieninitiativen diverser Bundesländer: schule@zukunft, M.A.U.S. , E-Nititative

Zurück in die Zukunft. Teil I,II und III

Heute veröffentliche ich den Gastbeitrag eines besonders begabten Nachwuchstalents ;-) :

“Wenn du die Zeit zurückdrehen könntest, so dass du nochmal 14 wärst”, fragte mich gestern eine Freundin, “was würdest du anders machen?”
“Hmm, ich würde versuchen, nicht so schüchtern zu sein.”
“Das geht nicht. Es gibt Dinge, die kann man nicht verändern.”
“Wie? Ich bin in der Lage, die Zeit zurückzudrehen, kriegs aber nicht hin, weniger schüchtern zu sein?”
“Is, so. Also, was würdest du anders machen?”
“Ich würd versuchen den Widerspruch, dass ich nicht sein will, wie alle anderen und trotzdem dazu zu gehören, geschickter zu lösen” - keine besonders originelle Antwort.

Sie hatte auch ihren Bruder das Gleiche gefragt.
“Ich würde keine Marylin-Manson-Shirts mehr tragen”, hat er geantwortet, “die Mädels stehen einfach nicht auf sowas, hab ich festgestellt” - ziemlich gute Antwort.

Sie selbst würde gar nichts anders machen, aber trotzdem die Zeit zurückdrehen und alles genau so nochmal erleben - weil es so schön war und damit alles genau so endet, wie es jetzt ist. - Die verdammt beste Antwort auf die Frage.

Auf Wunsch des Autors folgen nun einige Impressionen zum Thema:

Marty Mac Fly und Doc Brown

Die Zeitmaschine

Eine berühmt-berüchtigte Frisur die zum Unverständnis aller eine Renaissance erlebt

15 Jahr blondes Haar…

Blondes Haar hat das Internet zwar nicht, aber 15 Jahre ist es vor einigen Tagen geworden (zumindest das www mit dem ersten grafikfähigen Webbrowser). In gewisser Weise verhält es sich auch wie ein pubertierender Teenager. Zum einen innovativ und revolutionär, zum anderen rebellisch und auch teilweise illegal. Also Jung, voller Pickel und schwer kontrollierbar. Man könnte von der vierten Medienrevolution (nach Sprache, Schrift und Buchdruck) sprechen. Und wie auch beim Buchdruck gibt es Stimmen, die das Netz verteufeln. Die Warnungen sind gerechtfertigt. Die Grauzone zwischen legal und illegal im Internet ist groß. Daher muss man, wie ich in meinem Artikel “Internet und Schule” erwähnt habe, die kommenden Generationen auf das Internet vorbereiten. Die Chancen die es bietet müssen genutzt und die Gefahren erkannt werden.