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Schöne neue virtuelle Welt…

so lautet der Leitartikel der aktuellen GEW Zeitschrift. Es scheint so, dass das Thema Medien nicht nur von uns bearbeitet wird ;-)

Über neun Seiten beschreiben verschiedenen Autoren Probleme und Chancen der virtuellen Welt. Ein besonders interessanter Aspekt finde ich, dass Lehrerinnen und Lehrer anscheinend länger brauchen um sich in einem neuen Programm zurecht zu finden, als die Jugendlichen. Der Grund ist, dass die Lehrerkräfte immer genau wissen wollen was sie machen müssen. Die Schülerinnen und Schüler probieren es einfach aus.

Außerdem befasst sich ein Artikel mit dem “Copy-Paste-Syndrom”. In dem Interview mit dem Medienwissenschaftler Stefan Weber wird genau das beschrieben, was wir im Artikel Internet und Schule diskutiert haben. Weber plädiert angesichts der Problematik des Plagiarismus dafür, dass in Schulen wieder alte Kulturtechniken, wie Recherchen in normalen Bibliotheken, erlernt werden. Seiner Meinung nach wird das gesamte Web 2.0 Gedöns vollkommen überbewertet. Was meint ihr?

Hier noch ein paar interessante Links zum Thema Medien in der Schule:

Studie “Jugend und Medien”

Medieninitiativen diverser Bundesländer: schule@zukunft, M.A.U.S. , E-Nititative

~ von schneiderflo1984 am Donnerstag, Mai 8, 2008.

6 Antworten to “Schöne neue virtuelle Welt…”

  1. Naja, also gleich alles zu verteufeln ist meiner Meinnug nach auch Schwachsinn. Es gibt genauso keine Gewähr dafür, dass alles was in Büchern steht stimmt. Schulbücher sind zum Beispiel auch oft miese Quellen mit vielen Fehlern. Ich finde man sollte versuchen, den Schülern einen kritischen Umgang mit allen Medien nahezulegen.

  2. … und einfach alles abschreiben kann ein Schüler auch aus einem Buch. Dauert halt etwas länger, aber ist immernoch einfacher als selber denken ;-).

  3. Vielleicht hab ich die Meinung von Stefan Weber ein wenig negativ dargestellt. Ich glaube er meint, dass man auch die alten Arbeitstechniken bewahren soll. Aber ihr könnt euch auch eine eigene Meinung über seine Meinung bilden. Klickt einfach auf dem Namen Stefan Weber und ihr kommt auf das Interview, welches er der FAZ gegeben hat.

  4. Wichtig für die Schule zum Thema Recherche fände ich zu verstehen, wie Suchmaschinen funktionieren und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, auf welche Weise man so an Informationen gelangt. Vielleicht wird sich dabei herausstellen, dass dies nicht immer die beste Methode ist. Stefan Weber geht, wenn ich das richtig verstehe, in seinem Interview auch in diese Richtung (”Wir bräuchten eine Kultur der Tiefenrecherche im Internet und eine Verbesserung der Webkompetenzen”).
    Allerdings sind Sätze wie “Die algorithmische Methode führt so zu einer Stärkung des Mainstreams” meiner Meinung nach unnötig, weil sie nichts genaues aussagen.
    Genauso in Bezug auf Blogs: “Der Algorithmus bringt so Dinge nach vorne, die nicht dort hingehören”
    Wo ist das Problem? Warum sollten Texte in Blogs unwissenschaftlicher sein als Texte auf anderen Seiten. Meiner Meinung nach besteht in Bezug auf die Wissensaneignung eher das Gegenteil. In Blogs existiert nach meiner Beobachtung ein starker Hang zur Diskussion. Bei einem Blog ist klar. Der, der das geschrieben hat ist nur ein Mensch und kann sich irren. Anderen Artikeln schenkt man vielleicht eher blinden Glauben. Ich halte Blogs deshalb für transparenter. Zum zitieren ist ein Blog natürlich ungeeignet. Für die Wissensaneignug kann er als Denkwerkzeug aber sehr nützlich sein.

  5. Ich denke, dass Blogs etwas fördern, was in der Schule vielleicht auch etwas vernachlässigt wird. Der Dialog. Habt ihr in der Schule gelernt richtig zu argumentieren? Ich nicht.
    Wenn man diskutiert, dann kann man sich irren und dann darf es meiner Meinung nach auch mal unwissenschaftlich sein.

  6. Ja das diskuttieren ist toll.
    Oft kommen mir Erkenntnisse erst beim Schreiben.
    Und oft zeigen sich Aspekte, die man selber nicht erkannt hat.
    Habe in der Schule auch nicht gelernt zu diskuttieren.

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